Wie ich zum Triathlon kam

slider-schwimmen-1600x780Es fing klein an, mit dem Laufen, weil ich Gewichtsprobleme hatte. 2003 fing ich mit Joggen und Fußball an. Meinen ersten Marathon bin ich 2004 gelaufen. Den letzten habe ich mit einer Zeit von 3:30 Stunden beendet. Da hatte ich das Gefühl „Das war’s“. Schneller komme ich nicht mehr voran. Dann stellte ich mir die große Frage „Was nun?“. Wieder Fußball spielen? Da ist nach 90 Minuten alles vorbei, einfach zu Ende. Noch einen Marathon laufen, das alleine schien mir zu langweilig. Was lag da näher, als noch eine andere Sportart dazu zu nehmen. Ich habe mich umgehört und kam so auf Triathlon. Drei Sportarten auf einmal? Fahrrad fahren, laufen und schwimmen. Das klang ziemlich cool für mich.

Laufen klappte ja schon ziemlich lange und schnell. Fahrradfahren konnte ich schon als kleines Kind. Und Schwimmen kann so schwer nicht sein, dachte ich. Das Schwimmabzeichen ist Teil meiner Medaillensammlung. Sofort funktionierte es natürlich nicht. Und zu der Zeit ging es beruflich etwas auf und ab. Darunter litten meine sportlichen Ambitionen. Eines Tages habe ich mir aber gesagt: „Jetzt gehst du es an. Das hast du dir schon seit Jahren vorgenommen. Bis jetzt hast so vieles geschafft, das schaffst du auch.“

Ich fing wieder mit dem Laufen an. Das war überhaupt kein Problem, das konnte ich ja. Auf dem Fahrradsattel wurde ich schnell eines Besseren belehrt. Beim Berg fahren eine Geschwindigkeit halten? Das war dann doch nicht so einfach. Über das Schwimmen hatte ich nicht lange genug nachgedacht. Beim Triathlon stehen je nach Strecke bis zu 3,8 km schwimmen an. Wenn dir nach 50 m Bahnschwimmen schon die Luft ausgeht, bleiben noch 3,75 km Strecke. Da merkte ich, das wird eine Mammut-Aufgabe. Ich habe mich aber trotz allem darauf gefreut. Weil es Spaß macht und ich wissen wollte und immer noch will, ob ich das eben auch schaffe. Ich nehme die Herausforderung an. Ich wollte Wettkämpfe bestreiten. Doch mit welchem anfangen?

Sprint und olympische Disziplin waren mir zu kurz. Auch bei der Mitteldistanz fehlte mir die Herausforderung. Also entschied ich mich gleich für die Halbdistanz: 1,8 km Schwimmen, 90 km Radfahren, 21 km Laufen. Deshalb habe ich mich für den Köln Triathlon am 4. September 2016 angemeldet. Einfach um mal zu gucken, wie das ist.

Im nächsten Jahr plane ich an einen richtig großen Triathlon, zum Beispiel auf Hawai. Im Training habe ich schnell gemerkt, dass ich wirklich eine große Klappe habe Es ist schon anstrengend vom Schwimmen aufs Fahrrad umzusteigen und von dort zum Laufen. Bei jeder Einzelsportart werden andere Muskelgruppen bewegt. Aber da muss ich jetzt durch. Große Klappe eben, aber es steckt auch was dahinter. Das kriege ich hin. Um mal auszuprobieren, wie so ein Triathlon unter Wettbewerbsbedingungen überhaupt ist, habe mich schnell noch zu einer Sprint-Distanz am 26. Juni in Düsseldorf angemeldet.